Ein Krankenhaus ist in vielerlei Hinsicht mit einer eigenständigen kleinen Stadt vergleichbar. Die Vielfalt an Räumen und Funktionen bringt unterschiedlichste Anforderungen an die Beleuchtung mit sich.
Die Beleuchtung im Krankenhaus
Ob Untersuchungs- und Behandlungsräume, Operationssäle, Patientenzimmer und Pflegebereiche, Verwaltung, Sozialdienste und Versorgungsräume, ggf. Labore, Hörsäle sowie Bibliotheksräume. Jeder dieser Bereiche hat spezifische Sehaufgaben, die sowohl funktionalen als auch wirtschaftlichen und gestalterischen Ansprüchen gerecht werden müssen.
Funktionale und wirtschaftliche Anforderungen
Produkte von SARO-lux – LED Beleuchtung im Krankenhaus
Komplexe Beleuchtung im Krankenhaus
Ansprüche
Wie schon erwähnt, umfassen die Ansprüche an eine zufriedenstellende Beleuchtung sowohl die verschiedenen Sehaufgaben als auch die Wirtschaftlichkeit.
Die Energieeffizienz der Beleuchtung
Beleuchtung im OP
Gutes Licht in den Patientenzimmern
Ausleuchtung der Flure
Beleuchtung in den Funktionsräumen
Geregelte Beleuchtung im Krankenhaus – Vorschriften
Wohlbefinden und Gesundheit der Patienten
Das Licht mit Auswirkungen auf das Immunsystem
Entlastung für das Personal
Intelligente Beleuchtung – Möglichkeiten
Normen für die Beleuchtung im Krankenhaus
Für Europa und Deutschland sind die Richtlinien und Anforderungen für die Beleuchtung im Gesundheitswesen in der DIN EN 12464-1 festgeschrieben. Dazu kommen spezielle Regelungen für verschiedene Tätigkeiten, Räume und Sehaufgaben, die sich in der DIN 5035-3 wiederfinden („Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 3: Beleuchtung im Gesundheitswesen“). Hierzu ein paar Beispiele.
Aber ein paar Beispiele mögen hilfreich sein
So sollte die Leuchtdichte der Lichtquellen, auf die ein Patient vom Bett aus schauen kann, im Mittel einen Wert von 1.000 Candela/m² nicht überschreiten. Der Wert Candela (1 cd) bezeichnet die Lichtstärke in Abhängigkeit von der ausgestrahlten Richtung. Das gesamte Zimmer muss mit mindestens 100 Lux beleuchtet sein. Für die Aufgaben des Waschens wie der Pflege sind 300 Lux erforderlich, bei einer weitergehenden Untersuchung steigt der Bedarf auf 1.000 Lux. Leseleuchten der Patienten sollten 300 Lux im mittleren Abstand zum Buch erzielen. Im Sinne der Barrierefreiheit muss das Licht für Personen mit Sehbehinderung im Zimmer auf 800 Lux hoch gedimmt werden können. In der Nacht reicht das Licht im Patientenzimmer in 85 cm Höhe mit 5 Lux. Wenn Patienten auf der Intensivstation beobachtet werden sollen, steigt dieser Wert auf höchstens 20 Lux, damit ein Schlaf der Patienten noch möglich ist. Zum Vergleich dazu werden im OP 1.000 Lux verlangt, im Umfeld des Operationstisches 2.000 Lux und im Behandlungsfeld selbst mindestens 40.000 Lux. In den Fluren reichen dagegen 200 Lux. Dazu kommen verschiedene andere Ansprüche wie die Blendfreiheit und der jeweilige Schattenwurf. Sehr wichtig für alle Behandlungen und die Arbeit an den Monitoren ist die Farbtreue, die meist mit Ra > 90 angegeben wird. Hier ein Überblick über die verschiedenen Arten der Beleuchtung im Verhältnis zur Sehaufgabe:
Als Überblick über die verschiedenen “Betrachtungswinkel” der Art der Beleuchtung im Verhältnis zur Sehaufgabe mag folgende Zusammenfassung dienen:
Tageslicht
Das Tageslicht ist in vielen Fällen die beste Art der Beleuchtung. Durch bauliche Notwendigkeiten kann aber die Versorgung mit Tageslicht in den meisten Fällen nicht gewährleistet werden oder führt bei bestimmten Sonnenständen zu Blendung. Die Änderung der spektralen Zusammensetzung des Lichts im Verlauf des Tages kann sich positiv auswirken, aber bestimmte Sehaufgaben erschweren.
Beleuchtungsstärke
Die Beleuchtungsstärke bestimmt die Wahrnehmungsfähigkeit. Das Auge ist jedoch zu großer Anpassungsleistung befähigt. Der Unterschied zwischen natürlicher und künstlicher Beleuchtung ist erheblich und kann z.B. zwischen 100.000 Lux an einem Sonnentag bis zu 100 Lux einer Grundbeleuchtung und 500 Lux für ein Zimmer reichen, in dem einfache Leseaufgaben durch das Personal durchgeführt werden sollen. Für viele Aufgaben sind Mindestwerte festgelegt.
Leuchtdichte
Die Leuchtdichte bestimmt, wie viele Lumen des Lichts einer Lichtquelle an einem bestimmten Punkt im Raum ankommen, d.h. wie hell die jeweilige Fläche im Raum wahrgenommen wird. Eine zu geringe Leuchtdichte ist wegen der schwachen Wahrnehmung ebenso zu vermeiden wie eine zu hohe Leuchtdichte, die zu Blendung führt. Auf zu hohe oder zu geringe Unterschiede in der Leuchtdichte sollte aufgrund der schnelleren Ermüdung der Augen bzw. der geringen Unterscheidungsfähigkeit von Gegenständen ebenfalls verzichtet werden. Auf einer beliebigen Oberfläche wird die Leuchtdichte durch das Verhältnis der Lichtstärke an dem betreffenden Punkt und dem Reflexionsgrad der Wand oder Decke bestimmt. Hierfür gibt es Richtwerte.
Blendung
Die Blendung wird als ebenso störend wie ermüdend wahrgenommen. Blendung wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Dazu gehören Reflexion, Direktstrahlung oder auch ein zu großer Kontrast zwischen dunklen und hellen Flächen. Generell wird der Unterschied zwischen physiologischer Blendung und psychologischer Blendung gemacht. Letztere beruht vor allem auf dem Unterschied zwischen zwei Flächen und der damit verbundenen Empfindung von Blendung. Das Unified Glare Rating Limit (UGR-L) kann durch eine angenäherte Leuchtdichte zwischen zwei Räumen ebenso beeinflusst werden wie durch Mindest-Abschirmwinkel bei Wand- und Deckenlampen. Ebenso nützlich sind in die LED-Leuchten eingebaute Filter, die das Licht streuen.
Lichtrichtung
Die Lichtrichtung ist durch die Schattenbildung und unterschiedliche Lichtstärke ein wichtiger Faktor für die räumliche Wahrnehmung und damit essentiell für die Ausführung bestimmter Sehaufgaben.
Lichtfarbe
Die Lichtfarbe ist ein wichtiger Steuerungsfaktor für die menschliche Stimmung und das Aktivitätslevel. Zwischen dem anregenden Weiß des Lichts am Morgen mit mehr als 5.500 Kelvin, dem versachlichenden neutralweißen Licht mit 4.000 und dem beruhigenden warmen Abendlicht mit unter 3.000 Kelvin liegen große Unterschiede der jeweils ausgelösten Impulse des Nervensystems an die Hormonsteuerung.
Farbwiedergabe
Die Farbwiedergabe hängt von verschiedenen Faktoren wie unter anderem der Lichtstärke ab. Sie bestimmt, wie gut wir die Farben unterscheiden und identifizieren können. Sie wird daher bei bestimmten Sehaufgaben sehr hoch angesetzt, also ähnlich der vollen Abbildung der Spektralfarben im Tageslicht, bei dem die Farbwiedergabe bei 100 Ra liegt.
Flimmern
Das Flimmern von Leuchten jeder Art hängt heute fast durchweg mit Funktionsstörungen zusammen, kann aber auch durch das unkontrollierte Wechselspiel zweier Lichtquellen entstehen. Jegliches Flimmern oder gar Stroboskopeffekte sind im Krankenhaus auszuschalten. Sie führen nicht nur zu optischen Täuschungen, sondern begünstigen bestimmte Formen der Epilepsie.
Ihr Kontakt zu SARO-lux
Die Planung der Beleuchtung in einem Krankenhaus soll nicht nur vorschriftsmäßig durchgeführt werden, sondern muss vielen weiteren Ansprüchen an das Wohlbefinden der Menschen genügen. Diese Aufgabe kann also sicher nicht von einer Stelle allein vollzogen werden. Der Planungsprozess mit dem Beleuchtungskonzept nach Sehaufgabe, Auswahl der Beleuchtungsart und Leuchten, Wartungsplanung wird in der DIN 5035-3 genauer ausgeführt und in den Grundzügen teils vorgeschrieben. Bei solch einem Projekt müssen Architekt, Lichtplaner, Hersteller, Betriebsarzt, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Haustechnik und nicht zuletzt auch zukünftige Nutzer zusammenwirken.
Bluetooth Lichtsteuerung und weitere
Vorteile für die Beleuchtung im Klinikum
Besonders hervorzuheben ist die automatisierte oder per App betriebene state of the art Steuerung, die perfekte Entblendung durch modernste Diffusoren und Mikroprismenscheiben sowie die auf Wunsch besonders flache Bauweise der LED-Leuchten. Bitte nehmen Sie jederzeit Kontakt auf und besuchen Sie unsere Website, wenn Sie sich über die Produkte und Ihre Möglichkeiten bei SARO-lux informieren möchten.